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C. Wie ist das Kon­kur­renz­ver­hält­nis der Vor­schrif­ten aus dem EBV zu an­de­ren An­sprü­chen?

III. Wann kön­nen ne­ben An­sprü­chen aus dem EBV auch de­lik­ti­sche An­sprü­che be­ste­hen?

Grund­sätz­lich sind de­lik­ti­sche An­sprü­che nach §§ 823 ff. BGB aus­ge­schlos­sen, so­fern die ab­schlie­ßen­den Son­der­re­ge­lun­gen der §§ 987 ff. BGB ein­schlä­gig sind.

In drei Fall­kon­stel­la­tio­nen wird al­ler­dings von die­sem Grund­satz ab­ge­wi­chen:

  • Der Be­sit­zer hat die Sa­che de­lik­tisch er­wor­ben (vgl. § 992 BGB),
  • es liegt ein Fall des sog. Fremd­be­sit­zer­ex­zesses vor oder
  • es han­delt sich bei dem Be­sit­zer um einen Vor­satz­tä­ter (vgl. § 826 BGB).

Vor al­lem die de­lik­ti­sche Haf­tung beim Fremd­be­sit­zer­ex­zess fußt auf dem Grund­ge­dan­ken, dass der recht­lose Be­sit­zer bei ei­nem Ex­zess nicht bes­ser ste­hen soll als der recht­mä­ßi­ge, wes­halb die Vor­schrif­ten des De­likts­recht auf die­sen an­ge­wen­det wer­den sol­len.

Die An­wen­dung des § 826 BGB ne­ben den Vor­schrif­ten der §§ 987 ff. BGB ist in­so­weit kon­se­quent, als dass es auch dem Norm­zweck des § 826 BGB ent­spricht, den vor­sätz­li­chen Schä­di­ger zu de­pri­vi­le­gie­ren.

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