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A. Was ist ein Pfand­recht?

III. Wann er­lischt ein Pfand­recht?

Der be­deut­samste Grund für das Er­lö­schen des Pfand­rechts ist auf­grund des­sen stren­ger Ak­zes­so­rie­tät das Er­lö­schen der zu si­chern­den For­de­rung (zB durch Til­gung, § 1252 BGB). Auch er­lischt das Pfand­recht mit Un­ter­gang der be­las­te­ten Sa­che (Pfand­sa­che).

Tilgt der per­sön­li­che Schuld­ner seine For­de­rung, so er­lischt die For­de­rung durch Er­fül­lung gem. § 362 Abs. 1 BGB, so­dass das Pfand­recht nach § 1252 BGB zu­gleich er­lischt.

So­fern der Ver­pfän­der, der nicht per­sön­li­cher Schuld­ner ist, an den Pfand- und For­de­rungs­gläu­bi­ger (Per­so­ne­ni­den­ti­tät) leis­tet, geht die For­de­rung auf den Ver­pfän­der über (§ 1225 S. 1 BGB) und er­lischt des­halb nicht. Da­her geht das Pfand­recht mit der For­de­rung auf den Ver­pfän­der über (§ 1250 Abs. 1 S. 1 BGB, Ak­zes­so­rie­tät). Re­gel­mä­ßig ist der Ver­pfän­der zu­gleich Ei­gen­tü­mer der Sa­che, so­dass Pfand­recht und Ei­gen­tum in ei­ner Per­son zu­sam­men fal­len mit der Fol­ge, dass das Pfand­recht er­lischt (sog. Kon­so­li­da­tion, § 1256 Abs. 1 S. 1 BGB). Bei Per­so­nen­ver­schie­den­heit von Ei­gen­tü­mer und Ver­pfän­der - was re­gel­mä­ßig nicht der Fall sein wird - räumt § 1249 S. 1 BGB dem Ei­gen­tü­mer das Recht ein, den Pfand- und For­de­rungs­gläu­bi­ger zu be­frie­di­gen, so­bald der Schuld­ner zur Leis­tung be­rech­tigt ist. Leis­tet der Ei­gen­tü­mer nun­mehr an den Pfand­gläu­bi­ger, geht die For­de­rung auf den Ei­gen­tü­mer über (§ 1249 S. 2 iVm § 268 Abs. 3 S. 1 BGB). Nach § 1256 Abs. 2 BGB geht auch das Pfand­recht über, so­fern es nicht nach dem Grund­satz der Kon­so­li­da­tion er­lischt (§ 1256 Abs. 1 S. 1 BGB).

Der Grund­satz des Er­lö­schens bei Kon­so­li­da­tion wird in zwei Fäl­len durch­bro­chen:

  1. Die For­de­rung ist mit dem Recht ei­nes Drit­ten be­las­tet (§ 1256 Abs. 1 S. 2 BGB)
  2. Der Ei­gen­tü­mer hat ein recht­li­ches In­ter­esse dar­an, dass das Pfand­recht fort­be­steht (§ 1256 Abs. 2 BGB). Das recht­li­che In­ter­esse wird be­jaht, wenn wei­tere ding­li­che Rechte (zB Pfand­recht oder Nieß­brauch) an der Sa­che be­ste­hen und durch das Er­lö­schen des Pfand­rechts ein Auf­rücken die­ser ding­li­chen Rechte er­fol­gen wür­de.
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