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C. Wie wird die Han­dels­firma ge­schützt?

II. Wel­che An­sprü­che gibt es bei un­be­rech­tig­ter Fir­men­ver­wen­dung?

Die Füh­rung ei­ner un­zu­läs­si­gen Firma löst Un­ter­las­sungs- und Scha­denser­satz­an­sprü­che aus:

  • Wer durch den un­be­fug­ten Ge­brauch der Firma in sei­nem aus­schließ­li­chen Recht auf Füh­rung der Firma ver­letzt wird, hat einen Un­ter­las­sungs­an­spruch ge­gen den­je­ni­gen, der die Firma zu Un­recht führt (§ 37 Abs. 2 S. 1 HGB). Auf­grund die­ses un­mit­tel­ba­ren pri­vat­recht­li­chen Un­ter­las­sungs­an­spruchs schei­det ein An­spruch auf ho­heit­li­ches Han­deln durch das Re­gis­ter­ge­richt nach § 37 Abs. 1 HGB aus.

Der Fir­men­in­ha­ber kann nicht nur die Ver­wen­dung kon­kur­rie­ren­der Fir­men und Na­men, son­dern auch mit sei­ner Firma ver­wechs­lungs­fä­hige an­dere Be­zeich­nun­gen und Mar­ken nach § 37 Abs. 2 S. 1 HGB un­ter­sa­gen.

  • Wie dar­ge­stellt ist die Firma der Name ei­nes Kauf­manns (§ 17 Abs. 1 HGB). Da­her fin­det auf sie der zi­vil­recht­li­che Na­mens­schutz nach § 12 BGB An­wen­dung, der un­mit­tel­bar Un­ter­las­sungs- und Be­sei­ti­gungs­an­sprü­che ge­währt.
  • Die be­son­dere An­spruchs­grund­lage in § 12 Abs. BGB zeigt, dass der Name (und da­mit die Fir­ma) ein ge­gen je­der­mann, d.h. ab­so­lut, ge­schütz­tes Recht dar­stellt - und da­her auch als sons­ti­ges Recht Scha­denser­satz­an­sprü­che nach § 823 Abs. 1 BGB aus­löst. Vor­aus­set­zung da­für ist frei­lich, dass der Ver­let­zer vor­sätz­lich oder fahr­läs­sig han­delt. Dem­ge­gen­über ist § 37 Abs. 2 S. 1 HGB kein Schutz­ge­setz im Sinne von § 823 Abs. 2 BGB.
  • Da­ne­ben ge­nießt die Firma als ge­schäft­li­che Be­zeich­nung Schutz nach § 5 Abs. 2 Mar­kenG. Die un­be­rech­tigte Ver­wen­dung führt da­her zu Un­ter­las­sungs- und Scha­denser­satz­an­sprü­chen (§ 15 Abs. 2, Abs. 4 Mar­kenG). Da das Mar­ken­recht nicht zum Pflicht­fach­stoff ge­hört, müs­sen Sie die­sen An­spruch je­doch nicht nä­her ken­nen.
  • Im Ein­zel­fall be­steht zu­dem ein Un­ter­las­sungs­an­spruch aus § 8 Abs. 1 UWG, wenn eine Firma ir­re­füh­rend ver­wen­det wird nach § 5 UWG, § 5a UWG i.V.m. § 3 UWG. Er­gän­zend gibt es einen ver­schul­dens­ab­hän­gi­gen Scha­denser­satz­an­spruch in § 9 UWG. Auch diese An­spruchs­grund­la­gen wer­den aus­schließ­lich im Schwer­punkt­be­reich be­han­delt und müs­sen von Ih­nen nicht be­herrscht wer­den.
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