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4. Wel­che Rechte hat der Käu­fer bei Schlecht­leis­tung?

c. Wie er­folgt der Rück­tritt (§ 437 Nr. 2, 1. Var., § 323 Abs. 1 BGB)?

Der Rück­tritt wan­delt den Kauf­ver­trag in ein Rück­ge­währ­schuld­ver­hält­nis im Sinne von § 346 Abs. 1 BGB um.

1. Kauf­ver­trag (§ 433 BGB)

2. Sach­man­gel (Ab­wei­chung bei Ge­fahr­über­gang, § 434 BGB) oder Rechts­man­gel (§ 435 BGB)

3. Rück­trittser­klä­rung (§ 349 BGB) - emp­fangs­be­dürfte Wil­lens­er­klä­rung (§ 130 BGB), form­los, An­gabe von Grün­den ent­behr­lich; Ge­stal­tungs­recht: keine Be­din­gung, keine Rück­nah­me; be­achte § 351 BGB für meh­rere Käu­fer/meh­rere Ver­käu­fer in ein­heit­li­chem Kauf­ver­trag

4. Ent­we­der

a. Ver­geb­lich ge­setzte (ab­ge­lau­fe­ne) Frist zur Nach­er­fül­lung (§ 323 Abs. 1 BGB)

b. Un­mög­lich­keit (§ 275 Abs. 1 BGB) oder Ver­wei­ge­rung we­gen Un­zu­mut­bar­keit (§ 275 Abs. 2, Abs. 3 BGB) bei­der For­men der Nach­er­fül­lung (§ 326 Abs. 5 BGB iVm § 323 Abs. 1 BGB)

c. Ent­behr­lich­keit der Frist­set­zung we­gen ernst­haf­ter und end­gül­ti­ger Er­fül­lungsver­wei­ge­rung (§ 323 Abs. 2 Nr. 1 BGB)

d. Ent­behr­lich­keit we­gen re­la­ti­ven Fix­ge­schäfts (§ 323 Abs. 2 Nr. 2 BGB)

e. Ent­behr­lich­keit we­gen "be­son­de­rer Um­stän­de" (§ 323 Abs. 2 Nr. 3 BGB), ins­be­son­dere feh­lende Ver­wend­bar­keit (Sai­son­ar­ti­kel), Ver­trau­ens­ver­lust (Arg­list)

f. Be­rech­tigte Ver­wei­ge­rung bei­der Ar­ten der Nach­er­fül­lung nach § 439 Abs. 4 BGB (§ 440 S. 1, 1. Var. BGB)

g. Fehl­schlag der ge­wähl­ten Art der Nach­er­fül­lung (§ 440 S. 1, 2. Var. BGB) - in der Re­gel nach dem zwei­ten Ver­such (§ 440 S. 2 BGB), aus­nahms­weise nach dem ers­ten Ver­such oder wei­tere Ver­su­che er­for­der­lich (De­tail­män­gel) oder

h. Un­zu­mut­bar­keit der Nach­er­fül­lung für den Käu­fer (§ 440 S. 1, 3. Var. BGB) - ins­be­son­dere er­heb­li­che Un­an­nehm­lich­kei­ten (Ver­trau­ens­ver­lust), Ver­schlech­te­rung durch Nach­bes­se­rung

5. Er­heb­lich­keit des Man­gels (§ 323 Abs. 5 S. 2 BGB) - Maß­stab hier­für sind die kon­kre­ten Be­dürf­nisse der Ver­tragspar­teien - die ins­be­son­dere durch die Be­schaf­fen­heits­ver­ein­ba­run­gen in­di­ziert wer­den und das Ver­schul­den des Ver­käu­fers

6. Kein Aus­schluss nach § 323 Abs. 6, 1. Var. BGB (Ver­tre­ten­müs­sen des Man­gels durch Käu­fer)

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