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A. Was ist eine Hy­po­thek und wel­che For­men gibt es?

III. Wel­che Rechts­fol­gen hat die Til­gung ei­ner Hy­po­thek?

Wel­che Rechts­fol­gen die Til­gung nach sich zieht, hängt von der Per­son des Leis­ten­den ab.

  • Leis­tet der Ei­gen­tü­mer, der zu­gleich per­sön­li­cher Schuld­ner ist, will er im Zwei­fel die Hy­po­thek und die For­de­rung til­gen. Die For­de­rung er­lischt durch Er­fül­lung gem. § 362 Abs. 1 BGB und die Hy­po­thek geht gem. § 1163 Abs. 1 S. 2 BGB auf den Ei­gen­tü­mer über. Ei­gen­tü­mer und Hy­po­the­kar fal­len in ei­ner Per­son zu­sam­men und es ent­steht eine Ei­gen­tü­mergrund­schuld (§ 1177 Abs. 1 BGB).
  • Der Ei­gen­tü­mer, der nicht zu­gleich per­sön­li­cher Schuld­ner ist, zahlt zur Ab­lö­sung der Hy­po­thek in der Re­gel auf die Hy­po­thek. Die For­de­rung geht auf ihn über (§ 1143 Abs. 1 S. 1 BGB); auf­grund der stren­gen Ak­zes­so­rie­tät geht mit der For­de­rung auch die Hy­po­thek über (§§ 412, 401 Abs. 1, 1153 Abs. 1 BGB). Da Hy­po­thek und For­de­rung ver­eint wer­den, ent­steht eine Ei­gen­tü­merhy­po­thek (§ 1177 Abs. 2 BGB).

Der Ei­gen­tü­mer wird hin­ge­gen auf die For­de­rung leis­ten wol­len, wenn er im In­nen­ver­hält­nis zum Schuld­ner zur Leis­tung ver­pflich­tet ist. § 1143 Abs. 1 BGB fin­det nach dem Wort­laut auch dann An­wen­dung, wenn Ab­spra­chen zwi­schen Ei­gen­tü­mer und Schuld­ner ge­trof­fen wur­den. Je­doch muss der Ei­gen­tü­mer mit der Leis­tung den Zweck ver­fol­gen, sich von der ding­li­chen Haf­tung be­freien zu wol­len. Bei ab­spra­che­ge­mä­ßer Leis­tung kommt § 1143 BGB nicht zur An­wen­dung: Die For­de­rung er­lischt gem. §§ 267, 362 BGB und es ent­steht eine Ei­gen­tü­mergrund­schuld (§§ 1163, 1177 BGB). Nach über­wie­gen­der Mei­nung fin­det § 1143 BGB je­doch An­wen­dung, so­fern der Ei­gen­tü­mer ab­spra­che­wid­rig auf die Hy­po­thek leis­tet. In die­sem Fall gehe die For­de­rung bei Zah­lung man­gels Er­lö­schens­grun­des auf den Ei­gen­tü­mer über.

  • So­fern der mit dem Ei­gen­tü­mer nicht iden­ti­sche per­sön­li­che Schuld­ner auf die For­de­rung leis­tet, er­lischt sie gem. § 362 BGB. Steht dem Schuld­ner kein Er­satz­an­spruch ge­gen den Ei­gen­tü­mer zu, so wird die Hy­po­thek an­schlie­ßend zu ei­ner Ei­gen­tü­mergrund­schuld (§§ 1163 Abs. 1 S, 2, 1177 Abs. 1 BGB). An­dern­falls er­wirbt der Schuld­ner die Hy­po­thek kraft Ge­set­zes gem. § 1164 Abs. 1 S. 1 BGB.

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