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II. Wie läuft ein Form­wech­sel ab?

2. Was pas­siert in der Be­schluss­pha­se?

Der Form­wech­sel be­darf ei­nes Be­schlus­ses der An­teils­in­ha­ber des form­wech­seln­den Rechts­trä­gers (Um­wand­lungs­be­schluss), § 193 Abs. 1 S. 1 UmwG über die we­sent­li­chen Punkte des Form­wech­sels (§ 194 Abs. 1 Nr. 1-7 UmwG) so­wie die Sat­zung/den Ge­sell­schaft­ver­trag der neuen Ge­sell­schaft (§ 243 Abs. 1 UmwG i.V.m. § 218 UmwG). Er kann nicht im schrift­li­chen Ver­fah­ren er­ge­hen (§ 193 Abs. 1 S. 2 UmwG) und be­darf der no­ta­ri­el­len Be­ur­kun­dung, § 193 Abs. 3 S. 1 UmwG.

Die not­wen­di­gen Mehr­hei­ten hän­gen wie­der von der Rechts­form des form­wech­seln­den Rechts­trä­gers ab: bei Per­so­nen­han­dels­ge­sell­schaf­ten grds. ein­stim­mig (§ 217 Abs. 1 S. 1 UmwG), wo­bei der Ge­sell­schafts­ver­trag eine Mehr­heits­ent­schei­dung mit min­des­tens 3/4-Mehr­heit vor­se­hen kann. Bei Ka­pi­tal­ge­sell­schaften in eine Per­so­nen­ge­sell­schaft hängt die not­wen­dige Mehr­heit nach § 233 Abs. 1 - Abs. 3 UmwG da­von ab, in wel­che Rechts­form die Ge­sell­schaft um­ge­wan­delt wer­den soll. Für den Form­wech­sel ei­ner Ka­pi­tal­ge­sell­schaft in eine Ka­pi­tal­ge­sell­schaft an­de­rer Rechts­form ist eine 3/4-Mehr­heit nö­tig, § 240 Abs. 1 UmwG. Je­doch müs­sen alle (zu­künf­ti­gen) per­sön­lich haf­ten­den Ge­sell­schaf­ter ei­ner ei­ner KGaA ge­son­dert zu­stim­men. Beim Form­wech­sel ei­ner Ka­pi­tal­ge­sell­schaft in eine ein­ge­tra­gene Ge­nos­sen­schaft dif­fe­ren­ziert § 252 UmwG da­nach, ob eine Nach­schuss­pflicht im Sta­tut der Ge­nos­sen­schaft vor­ge­se­hen ist (dann ein­stim­mig, § 252 Abs. 1 UmwG) oder nicht (dann 3/4 -Mehr­heit, § 252 Abs. 2 UmwG).

Be­son­dere Zu­stim­mungs­er­for­der­nisse ein­zel­ner An­teils­in­ha­ber be­ste­hen etwa bei vin­ku­lier­ten An­tei­len (§ 193 Abs. 2 UmwG), für Ge­sell­schaf­ter, die nach dem Form­wech­sel per­sön­lich haf­ten (§ 221 UmwG, § 233 Abs. 1, Abs. 2 UmwG, § 240 Abs. 2 UmwG, § 241 Abs. 1 UmwG), Ge­sell­schaf­ter, die auf­grund des Form­wech­sel mög­li­cher­weise be­son­dere Rechte ver­lie­ren (§ 233 Abs. 2 UmwG i.V.m. § 50 Abs. 2 UmwG; § 241 Abs. 1, Abs. 2 UmwG i.V.m. §§ 50 Abs. 2 UmwG). Teil­weise ist auch Zu­stim­mung der nicht er­schie­ne­nen Ge­sell­schaf­ter er­for­der­lich (§ 217 Abs. 1 UmwG, § 233 Abs. 1 UmwG).

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