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3. Wie er­folgt die Er­brin­gung der Ein­la­gen?

a. Was gilt für die Er­brin­gung der Bei­trä­ge?

  • Bar-/Geld­ein­la­gen (Bar­geld und Zah­lun­gen auf ein Konto der Ge­sell­schaft) müs­sen zu­nächst nicht in vol­ler Höhe er­bracht wer­den. Bei An­mel­dung der Ge­sell­schaft zum Han­dels­re­gis­ter ge­nügt es, wenn auf je­den Ge­schäfts­an­teil ein Vier­tel ein­ge­zahlt ist (§ 7 Abs. 2 S. 1 GmbHG). In der Summe al­ler Zah­lun­gen muss (zu­sätz­lich) je­den­falls die Hälfte des Min­dest­stamm­ka­pi­tals ein­ge­zahlt sein (§ 7 Abs. 2 S. 2 GmbHG). Ab­wei­chend müs­sen in der UG (haf­tungs­be­schränkt) Ba­r­ein­lagen stets voll er­bracht wer­den, § 5a Abs. 2 S. 1 GmbHG.

1. Ge­sell­schaf­ter A hat einen Ge­schäfts­an­teil von 10.000 EUR über­nom­men, Ge­sell­schaf­ter B einen Ge­schäfts­an­teil von 15.000 EUR. Ver­einbart sind aus­schließ­lich Geld­ein­la­gen. A zahlt 2.500 EUR ein, B 10.000 EUR. Da­mit darf die An­mel­dung zum Han­dels­re­gis­ter er­fol­gen, die Vor­aus­set­zun­gen des § 7 Abs. 2 S. 1, S. 2 GmbHG lie­gen vor. A muss min­des­tens 2.500 EUR (1/4 von 10.000 EUR) ein­zah­len, B min­des­tens 3.750 EUR (1/4 von 15.000 EUR) - ins­ge­samt müs­sen aber min­des­tens 12.500 EUR (§ 7 Abs. 2 S. 2 BGB) er­reicht wer­den.

2. Ge­sell­schaf­ter A hat einen Ge­schäfts­an­teil von 1 000 000 EUR, Ge­sell­schaf­ter B einen von 400 000 EUR über­nom­men. Dann müs­sen 350 000 EUR ein­ge­zahlt sein (A 250 000 EUR, B 100 000 EUR), § 7 Abs. 2 S. 1 GmbHG.

  • Sachein­lagen (alle an­de­ren Ge­gen­stän­de, also Sa­chen, Rechte oder ganze Un­ter­neh­men) hin­ge­gen müs­sen voll er­bracht wer­den (§ 7 Abs. 3 GmbHG). Dar­über hin­aus müs­sen die Ge­sell­schaf­ter in ei­nem Sach­grün­dungs­be­richt die An­ge­mes­sen­heit der ein­ge­brach­ten Ge­gen­stände dar­le­gen (§ 5 Abs. 4 GmbHG). In der UG (haf­tungs­be­schränkt) sind sol­che Ein­la­gen aus­ge­schlos­sen (§ 5a Abs. 2 S. 2 GmbHG). Ty­pi­sche Sachein­lagen sind z.B. For­de­run­gen, Kraft­fahr­zeu­ge, Grund­stücke, Im­ma­te­ri­al­gü­ter­rech­te, aber auch Un­ter­neh­men als Gan­zes, § 5 Abs. 4 S. 2 GmbHG.

Wich­tig im Zu­sam­men­hang mit der Sachein­lage ist die sog. Dif­fe­renz­haf­tung gem. § 9 GmbHG. Als Dif­fe­renz­haf­tung wird die in § 9 GmbHG an­ge­ord­nete Haf­tung des Ge­sell­schaf­ters auf die Dif­fe­renz zwi­schen Wert sei­ner Sachein­lage und der zu er­brin­gen­den Stamm­ein­lage be­zeich­net. Die Ge­sell­schaft hat ab Ein­tra­gung 10 Jahre Zeit, diese An­sprü­che gel­tend zu ma­chen.

A, B und C grün­den eine GmbH. Sie ver­ein­ba­ren eine Stamm­ein­lage von je 20.000 EUR. B will seine Stamm­ein­lage durch die Über­eig­nung ei­nes Pkw er­brin­gen (Sachein­lage). Als sich her­aus­stellt, dass der Pkw bei Ein­tra­gung der Ge­sell­schaft nur einen Wert von 15.000 EUR hat­te, muss B ge­mäß § 9 Abs. 1 GmbHG an die Ge­sell­schaft wei­tere 5.000 EUR in bar leis­ten.

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