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4. Wel­che Re­gress­mög­lich­kei­ten hat der Ge­sell­schaf­ter ge­gen die Ge­sell­schaft?

b. Wel­che Re­gress­mög­lich­kei­ten hat der Ge­sell­schaf­ter bei So­zi­al­ver­bind­lich­keiten?

1. Re­gress­mög­lich­kei­ten ge­gen die Ge­sell­schaft

Der Ge­sell­schaf­ter hat grds. einen An­spruch ge­gen die Ge­sell­schaft für eine So­zi­al­ver­bind­lich­keit.

So­weit die So­zi­al­ver­bind­lich­keit dar­auf be­ruht, dass der Ge­sell­schaf­ter Auf­wen­dun­gen für die Ge­sell­schaft ge­tä­tigt hat, kann sich die­ser Auf­wen­dungs­er­satz­an­spruch ent­we­der aus § 110 HGB ana­log oder aus § 713 BGB, § 670 BGB ana­log er­ge­ben.

2. Re­gress­mög­lich­kei­ten ge­gen Mit­ge­sell­schaf­ter

Für So­zi­al­ver­bind­lich­keiten schei­det grds. ein An­spruch ge­gen die Mit­ge­sell­schaf­ter nach § 128 HGB ana­log i.V.m. § 110 HGB aus, da § 128 HGB keine ak­zes­so­ri­sche Haf­tung der Ge­sell­schaf­ter im In­nen­ver­hält­nis be­grün­det soll. An­dern­falls wür­den die Mit­ge­sell­schaf­ter zu ei­ner Er­hö­hung ih­rer Bei­träge ver­pflich­tet. Die­ses ist al­ler­dings ge­rade durch § 707 BGB aus­ge­schlos­sen.

Aus­nahms­weise ist ein Rück­griff auf die Mit­ge­sell­schaf­ter doch zu­läs­sig, wenn die So­zi­al­ver­bind­lich­keit auf ei­ner For­de­rungs­be­glei­chung ge­gen­über ei­nem Ge­sell­schafts­gläu­bi­gers be­ruht zu der der Ge­sell­schaf­ter nach § 128 HGB ana­log ver­pflich­tet war. In die­sem Fall wird keine Nach­schuss­pflicht be­grün­det, son­dern der Re­gress ist auf die pri­vate Haf­tung al­ler Ge­sell­schaf­ter nach § 128 HGB ana­log ge­stützt. Die An­spruchs­grund­lage für den Rück­griffs­an­spruch ist dann §§ 426 Abs. 1, Abs. 2 BGB, § 128 HGB ana­log, wo­bei sich der Ge­sell­schaf­ter sei­nen ei­ge­nen Ver­lu­stan­teil an­rech­nen las­sen muss.

Al­ler­dings ist die­ser An­spruch sub­si­diär, da Schul­den der Ge­sell­schaft grds. pri­mär aus dem Ge­sell­schafts­ver­mö­gen be­gli­chen wer­den sol­len.

K und A sind Ge­sell­schaf­ter der M-GbR und zu glei­chen Tei­len an Ge­winn und Ver­lust der Ge­sell­schaft be­tei­ligt. Die GbR hat bei G Ge­schäfts­räume zu ei­nem mo­nat­li­chen Miet­preis von 5.000 € an­ge­mie­tet. Nach­dem be­reits 15.000 € Miet­schul­den auf­ge­lau­fen sind, wen­det G sich an K, der die Schul­den auch be­gleicht. Die M-GbR ist sel­ber nicht zah­lungs­fä­hig, so­dass K sich ge­gen A wen­det und Zah­lung von 7.500 € nach §§ 426 Abs. 1, Abs. 2 BGB, § 128 HGB ana­log ver­lan­gen kann.

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