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4. Wel­che Fol­gen hat der Tod ei­nes Ge­sell­schaf­ters?

Wel­che Stel­lung ha­ben die Er­ben?

Der Erbe oder die Er­ben­ge­mein­schaft ha­ben grund­sätz­lich die Rechte und Pflich­ten ei­nes aus­schei­den­den Ge­sell­schaf­ters: Ein­sicht­recht, Ab­fin­dungsan­spruch, Be­tei­li­gung an schwe­ben­den Ge­schäf­ten und Be­frei­ung von Schul­den.

Auch be­züg­lich der Haf­tung (bspw. Haf­tung für einen Fehl­be­trag) für Ge­sell­schafts­schul­den wer­den die Er­ben grund­sätz­lich wie aus­ge­schie­dene Ge­sell­schaf­ter be­han­delt. Al­ler­dings ha­ben sie die Mög­lich­keit, durch An­ord­nung von Nach­lass­ver­wal­tung oder Er­öff­nung des Nach­lass­in­sol­venz­ver­fah­rens die Haf­tung nach erbrecht­li­chen Vor­schrif­ten auf den Nach­lass zu be­schrän­ken (§ 1975 BGB). Nach den ge­sell­schafts­recht­li­chen Vor­schrif­ten hat der Erbe nur die Mög­lich­keit, die Erb­schaft an­zu­neh­men und so­mit Ge­sell­schaf­ter mit al­len ent­spre­chen­den Haf­tungs­ri­si­ken zu wer­den, oder die Erb­schaft aus­zu­schla­gen (§ 1942 BGB).

Im Un­ter­schied zu den Per­so­nen­han­dels­ge­sell­schaf­ten hat der Erbe ei­nes GbR-Ge­sell­schaf­ters nach mitt­ler­weile be­strit­te­ner An­sicht nicht das Wahl­recht aus § 139 HGB, das es ihm er­lau­ben wür­de, sei­nen Ver­bleib in der Ge­sell­schaft von der Ein­räu­mung ei­ner Kom­man­di­tisten­stel­lung ab­hän­gig zu ma­chen.

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