A. Was be­deu­tet "Ge­schäfts­fä­hig­keit"?

V. Wie löse ich Fäl­le, in de­nen Min­der­jäh­rige auf­tre­ten?

An­ders als Ge­schäfts­un­fä­hige kön­nen be­schränkt Ge­schäfts­fä­hige un­ter be­stimm­ten Um­stän­den wirk­same Rechts­ge­schäfte ab­schlie­ßen. Da­bei gilt fol­gen­des wich­ti­ges Prü­fungs­sche­ma, das Sie sich un­be­dingt ein­prä­gen soll­ten:

  1. Min­der­jäh­rig­keit (äl­ter als 7, § 106 BGB, jün­ger als 18 Jah­re, § 2 BGB)

  2. Keine Teil­ge­schäfts­fä­hig­keit (§ 112 BGB, § 113 BGB)

  3. Kein le­dig­lich recht­li­cher Vor­teil für den Min­der­jäh­ri­gen (§ 107, 1. Var. BGB)

  4. Keine Ein­wil­li­gung (§ 183 S. 1 BGB) des ge­setz­li­chen Ver­tre­ters (§ 107, 2. Var. BGB)

  5. Keine Ge­ne­ral­ein­wil­li­gung nach § 110 BGB ("Ta­schen­geld­pa­ra­graph")

  6. Rechts­folge

    1. Ein­sei­tige Rechts­ge­schäfte: Nich­tig­keit (§ 111 BGB)

    2. Ver­träge: Schwe­bende Un­wirk­sam­keit bis

      1. Ge­neh­mi­gung (§ 184 Abs. 1 BGB) durch ge­setz­li­chen Ver­tre­ter (§ 108 Abs. 1 BGB) oder ge­schäfts­fä­hig Ge­wor­de­nen (§ 108 Abs. 3 BGB)

      2. Ver­wei­ge­rung, Fri­sta­blauf (§ 108 Abs. 2 S. 2 BGB) oder Wi­der­ruf (§ 109 BGB): end­gül­tige Un­wirk­sam­keit

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