5. Wer ist "Form­kauf­mann" (§ 6 HGB)?

b. Was gilt für OHG und KG?

In Be­zug auf die un­mit­tel­bar im HGB selbst ge­re­gel­ten Per­so­nen­han­dels­ge­sell­schaf­ten (OHG, KG) hat § 6 Abs. 1 HGB keine ei­gene Be­deu­tung, Denn bei die­sen kommt es wie bei Ein­zel­ge­wer­be­trei­ben­den auf die Tä­tig­keit bzw. die Ein­tra­gung an:

  • Eine „of­fene Han­dels­ge­sell­schaft“ (OHG, §§ 105 ff. HGB) kann nur ent­ste­hen, wenn ein Han­dels­ge­werbe im Sinne von § 1 HGB oder § 2 HGB be­trie­ben wird (§ 105 Abs. 1 HGB) oder aber ei­ge­nes Ver­mö­gen ver­wal­tet wird und eine Ein­tra­gung in das Han­dels­re­gis­ter er­folgt (§ 105 Abs. 2 HGB). In al­len an­de­ren Fäl­len liegt eine schlichte Fehl­be­zeich­nung vor – es han­delt sich trotz der Be­zeich­nung um eine ein­fa­che „Gesellschaft“ im Sinne der §§ 705 ff. BGB („Ge­sell­schaft bür­ger­li­chen Rechts“, GbR).
  • Auch die "Kom­man­dit­ge­sell­schaft" (KG, §§ 161 ff. HGB) steht nur für han­dels­ge­werb­li­che Tä­tig­kei­ten im Sinne von § 1 HGB oder § 2 HGB so­wie für die Ver­wal­tung ei­ge­nen Ver­mö­gens (§ 161 HGB i.V.m. § 105 Abs. 2 HGB) of­fen. Wer also einen freien Be­ruf aus­übt (siehe dazu noch un­ter 1.2), kann we­der eine Kom­man­dit­ge­sell­schaft noch eine of­fene Han­dels­ge­sell­schaft grün­den.
  • Glei­ches gilt für die EWIV (§ 1 EWIVAG).

Mer­ke: Bei OHG und KG kommt es auf Tä­tig­keit un­d/o­der Ein­tra­gung im Re­gis­ter an! Sie wer­den ähn­lich wie Ein­zel­kauf­leute be­han­delt.

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