3. Ka­pi­tel: Was ist Ei­gen­tum und wel­che Rechte hat der Ei­gen­tü­mer?

A. Was ist "Ei­gen­tum"?

Das Ei­gen­tum im Sinne des Zi­vil­rechts ist das um­fas­sendste Herr­schafts­recht der Per­son über eine Sa­che, das die Rechts­ord­nung zu­lässt. Seine ver­fas­sungs­recht­li­che Ge­währ­leis­tung ist in Art. 14 GG nor­miert. Der recht­li­che Ge­halt des Ei­gen­tums ist durch Pri­vat­nüt­zig­keit und eine grund­sätz­li­che Ver­fü­gungs­be­fug­nis ge­kenn­zeich­net.

Das Ei­gen­tumsrecht schützt den In­ha­ber vor Ein­grif­fen in sei­nem recht­li­chen Be­stand, vor kör­per­li­cher Ent­zie­hung der Sa­che und vor Be­ein­träch­ti­gun­gen der Sach­sub­stanz.

Cha­rak­te­ris­tisch für das Ei­gen­tum ist die po­si­tive Nut­zungsmög­lich­keit (z.B. Über­eig­nung, Be­las­tung, Ver­än­de­rung). Zu­dem räumt das Ei­gen­tum dem Ei­gen­tü­mer auch eine ne­ga­tive Ab­wehr­be­fug­nis ein (z.B. Haus­recht des Grund­stücksei­gen­tü­mer­s).

Als ab­so­lu­tes Recht kann es ge­gen­über je­der­mann gel­tend ge­macht wer­den. Es ist je­doch mög­lich, dass Rechte Drit­ter den voll­um­fäng­li­chen Nut­zungsmög­lich­kei­ten des Ei­gen­tü­mers ent­ge­gen­ste­hen.

De­tail­lierte Re­ge­lun­gen zum Ei­gen­tum las­sen sich in den §§ 903 ff. BGB fin­den.

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