I. Wie er­folgt die Ka­pi­tal­auf­brin­gung bei der GmbH?

4. Selbst­kon­trol­l­auf­ga­be: Ka­pi­tal­auf­brin­gung im Ver­gleich

Selbst­kon­trol­l­auf­ga­be: Wie un­ter­schei­det sich die Ka­pi­tal­auf­brin­gung in UG (haf­tungs­be­schränkt), GmbH, AG und KG?

Ant­wort (bitte ankli­cken)
  • Die AG be­nö­tigt ein Grund­ka­pi­tal von min­des­tens 50.000 €, § 7 AktG. Das Stamm­ka­pi­tal der GmbH muss min­des­tens 25.000 € be­tra­gen, § 5 Abs. 1 Gm­bHG. Die UG (haf­tungs­be­schränkt) hat kein Min­dest­ka­pi­tal (§ 5a Abs. 1 Gm­bHG). In der KG gibt es für den Kom­man­di­tisten kein auf­zu­brin­gen­des Min­dest­ka­pi­tal, er muss nur eine Haft­summe ein­tra­gen las­sen.

  • In AG und GmbH muss je­der Ge­sell­schaf­ter auf seine Be­tei­li­gung (Ak­tie oder Ge­schäfts­an­teil) min­des­tens ein Vier­tel ein­zah­len (§ 7 Abs. 2 Gm­bHG, § 36 Abs. 1 AktG i.V.m. § 9 AktG). In der GmbH muss aber zu­sätz­lich (!) ins­ge­samt ein Be­trag von 12.500 € er­reicht wer­den (Hälfe des ge­setz­li­chen Min­dest­ka­pi­tal, § 7 Abs. 2 i.V.m. § 5 Abs. 1 Gm­bHG). Sachein­lagen müs­sen stets voll er­bracht wer­den (§ 7 Abs. 3 Gm­bHG, § 36a Abs. 2 AktG). In der UG (haf­tungs­be­schränkt) müs­sen Ba­r­ein­lagen voll er­bracht wer­den, Sachein­lagen sind ganz ver­bo­ten (§ 5a Abs. 2 Gm­bHG). Hier ist also das Recht der UG (haf­tungs­be­schränkt) stren­ger als das GmbH-Recht, wel­ches stren­ger als das Ak­tienrecht ist. Nur in der AG ist bei Sach­grün­dung eine ex­terne Grün­dungs­prü­fung er­for­der­lich. In der KG gibt es keine Vor­ga­ben für die Form der Leis­tung des Kom­man­di­tisten, aber der Kom­man­di­tist haf­tet bis er diese er­bracht hat nach au­ßen (§ 171 Abs. 1 Halbs. 1 HGB).

  • Eine Aus­fall­haf­tung gibt es nur in der GmbH und der UG (haf­tungs­be­schränkt), vgl. § 24 Gm­bHG, § 31 Abs. 3 Gm­bHG. In der AG und der KG haf­tet nur der je­wei­lige Ge­sell­schaf­ter, nur in der KG haf­tet er ge­gen­über den Gläu­bi­gern (§ 171 Abs. 1 Gm­bHG).

  • In der AG gibt es be­son­dere Vor­schrif­ten zur "Nach­grün­dung" (§§ 52 f. AktG), d.h. Ge­schäfte mit Grün­dern und ähn­li­chen Per­so­nen nach Ab­schluss der Grün­dung. In der GmbH be­ste­hen hin­ge­gen nur Re­geln zum "Hin- und Her­zah­len" bzw. zur ver­deck­ten Sachein­lage (§ 19 Abs. 4, Abs. 5 Gm­bHG = § 27 Abs. 3, Abs. 4 AktG).

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