F. Was ist ein Form­wech­sel?

III. Wel­che Wir­kung hat der Form­wech­sel?

Durch die auf An­trag der Ver­tre­tungsor­gane (§ 198 UmwG) er­fol­gende Ein­tra­gung der neuen Rechts­form in das Re­gis­ter, tre­ten die Rechts­fol­gen des Form­wech­sels ein, § 202 Abs. 1, Abs. 2 UmwG:

  • die bis­he­ri­gen Mit­glied­schaf­ten wer­den in sol­che der neuen Rechts­form um­ge­wan­delt (§ 202 Abs. 1 Nr. 2 UmwG); Rechte Drit­ter an den al­ten Mit­glied­schaf­ten be­ste­hen an den Mit­glied­schaf­ten des Rechts­trä­gers neuer Rechts­form fort , § 202 Abs. 1 Nr. 2 UmwG; der Um­tausch von Ak­tien in GmbH-Ge­schäfts­an­teile er­folgt nach § 248 UmwG

  • aus dem bis­he­ri­gen Stammka­pi­tal ei­ner GmbH wird das Grund­ka­pi­tal ei­ner AG und um­ge­kehrt, § 247 UmwG,

  • die Firma kann grds mit ge­än­der­ten Rechts­form­zu­satz fort­ge­führt wer­den (§ 200 Abs. 2 UmwG) au­ßer bei ei­nem Form­wech­sel in eine GbR (§ 200 Abs. 5 UmwG). Schei­det die na­mens­ge­bende na­tür­li­che Per­son aus, muss diese in die Fort­füh­rung der Firma ein­wil­li­gen (§ 200 Abs. 3 UmwG),

  • An­stel­lungs­ver­träge mit Ge­schäfts­lei­tern gel­ten im Zwei­fel fort,

  • Auf­sichts­rats­mit­glie­der blei­ben bis Ende ih­rer Wahl­pe­ri­ode im Amt, so­weit ein sol­cher beim Rechts­trä­ger neuer Rechts­form noch vor­ge­se­hen ist, § 203 UmwG.

Et­waige Män­gel wer­den durch die Ein­tra­gung ge­heilt § 202 Abs. 1 Nr. 3, Abs. 3 UmwG.

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