I. Wie funk­tio­niert ein Form­wech­sel?

2. Wie er­folgt die Grün­dung?

Nach § 197 UmwG sind grund­sätz­lich die für die neue Rechts­form gel­ten­den Grün­dungs­vor­schrif­ten zu be­ach­ten.

Dies be­deu­tet, dass bei Form­wech­sel in eine Ka­pi­tal­ge­sell­schaft grund­sätz­lich ana­log §§ 5 - 11 Gm­bHG bzw. §§ 27 - 38 AktG das Stamm- bzw. Grund­ka­pi­tal auf­zu­brin­gen ist. So­weit der Rechts­trä­ger vor­her eine Per­so­nen­ge­sell­schaft war, darf der Nenn­be­trag des ge­zeich­ne­ten Ka­pi­tals das nach Ab­zug der Schul­den ver­blei­bende Ver­mö­gen der form­wech­seln­den PersG nicht über­stei­gen. Das Net­to­ver­mö­gen muss so­mit min­des­tens dem ge­zeich­ne­ten Ka­pi­tal nach Form­wech­sel ent­spre­chen. Für falsche An­ga­ben grei­fen die Tat­be­stände der § 9 Gm­bHG, § 9a Gm­bHG, § 46 AktG.

Wei­ter­hin sind un­ter Um­stän­den neue Or­gane zu be­stel­len. Für die Bil­dung ei­nes Auf­sichts­ra­tes gel­ten in­so­weit § 197 S. 2, S. 3 UmwG, ggf. i.V.m. § 31 AktG.

Auch die Rechte und Pf­lich­ten der An­teils­in­ha­ber rich­ten sich künf­tig nach den für die neue Rechts­form gel­ten­den Vor­schrif­ten (§ 202 Abs. 1 Nr. 2 UmwG).

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