III. Wozu dient das Spruch­ver­fah­ren?

1. Wozu dient das Spruch­ver­fah­ren?

Das Spruch­ver­fah­ren wird ein­ge­lei­tet druch An­trag ei­ner Per­son, die zur Zeit der An­trag­stel­lung An­teils­in­ha­bers des über­tra­gen­den Rechts­trä­gers ist (§ 3 S. 1 Nr. 3 SpruchG, § 3 S. 2 SpruchG).Nicht an­trag­stel­len­den An­teils­in­ha­bern wird vom Ge­richt zur Wah­rung ih­rer Rechte ein ge­mein­sa­mer Ver­tre­ter be­stellt, § 6 Abs. 1 SpruchG. Der An­teils­be­sitz zum Zeit­punkt der Ein­tra­gung der Um­wand­lung und der An­trag­stel­lung ist durch Ur­kun­den (=z.B. De­pot­aus­zug) nach­zu­wei­sen (§ 3 S. 3 SpruchG). Es be­steht kein Form- oder An­walts­zwang.

Im Falle ei­ner Ba­r­ab­fin­dung muss Wi­der­spruch zur Nie­der­schrift (§ 245 AktG) er­klärt wor­den sein (§ 29 Abs. 1 S. 1 UmwG, § 125 S. 1 UmwG, § 207 Abs. 1 UmwG); für eine bare Zu­zah­lung nach § 15 UmwG, § 196 UmwG ist dies nicht er­for­der­lich.

An­trags­geg­ner ist je nach Um­wand­lungs­art der über­neh­men­de, neue oder form­wech­selnde Rechts­trä­ger (§ 5 Nr. 4 SpruchG).

Zu­stän­dig ist das Land­ge­richt (dort die Kam­mer für Han­delssa­chen § 2 Abs. 2 SpruchG), in des­sen Be­zirk der Rechts­trä­ger sei­nen Sitz hat, des­sen An­teils­in­ha­ber den An­trag ge­stellt ha­ben (§ 2 Abs. 1 S. 1 SpruchG). Da­mit ist der­selbe Rich­ter wie für ent­spre­chende An­fech­tungs­kla­gen zu­stän­dig.

Die An­trags­frist be­trägt drei Mo­na­ten ab Ein­tra­gung des Über­tra­gungs­be­schlus­ses (§ 4 Abs. 1 S. 1 Nr. 4 SpruchG).

Der An­trag ist kon­kret zu be­grün­den (§ 4 Abs. 2 SpruchG), for­mel­hafte Aus­sa­gen kön­nen zur Ab­wei­sung we­gen Un­zu­läs­sig­keit füh­ren.

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