F. Was gilt beim Ge­sell­schaf­ter­wech­sel in der KG?

I. Kon­trol­l­auf­ga­be: Wie kann ein Kom­man­di­tist auf­ge­nom­men wer­den?

Selbst­kon­trol­l­auf­ga­be: Wie kann ein neuer Kom­man­di­tist auf­ge­nom­men wer­den, ohne dass es zu ei­ner vor­über­ge­hen­den per­sön­li­chen Haf­tung kommt?

Ant­wort (bitte ankli­cken)

Der in eine be­ste­hende KG ein­tre­tende Kom­man­di­tist haf­tet ge­mäß § 176 Abs. 1 S. 1, Abs. 2 HGB un­be­schränkt für die zwi­schen Ein­tritt (Ge­sell­schafts­ver­trag) und Ein­tra­gung be­grün­de­ten Ver­bind­lich­kei­ten.

  • Nach h.M. lässt sich diese Haf­tung ver­mei­den, wenn der Ge­sell­schafts­ver­trag un­ter der auf­schie­ben­den Be­din­gung (§ 158 Abs. 1 BGB) der Ein­tra­gung ab­ge­schlos­sen wird, weil der Ge­sell­schaf­ter dann zeit­gleich mit Ein­tra­gung ein­tritt.
  • Nach ei­ner weit ver­brei­te­ten Auf­fas­sung in der Li­te­ra­tur fin­det § 176 Abs. 2 HGB keine An­wen­dung, wenn ein Kom­man­di­tist sei­nen Kom­man­ditan­teil an den Ein­tre­ten­den ab­tritt (§§ 398 ff. BGB), da dann ins­ge­samt keine zu­sätz­li­che Haf­tein­lage ge­schaf­fen wird, son­dern nur die be­ste­hen­den Haf­tein­lagen "um­ver­teilt" wer­den.

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