F. Was gilt beim Ge­sell­schaf­ter­wech­sel in der KG?

III. Was pas­siert beim Weg­fall von Ge­sell­schaf­tern?

So­weit sich die Stel­lung ei­nes Kom­man­di­tisten mit der­je­ni­gen ei­nes Kom­ple­men­tärs in ei­ner Per­son ver­ei­nigt, er­lischt die Kom­man­dit­be­tei­li­gung. Eine ein­zige Per­son kann nie gleich­zei­tig un­be­schränkt und be­schränkt haf­ten. So­weit alle Kom­man­ditan­teile er­lö­schen, wan­delt sich die Kom­man­dit­ge­sell­schaft kraft Ge­set­zes in eine OHG um.

U ist ein­zi­ger Kom­man­di­tist der K-KG. Die üb­ri­gen Ge­sell­schaf­ter P, T und S ha­ben die Stel­lung als Kom­ple­men­tär in­ne. U wird aus der K-KG aus­ge­schlos­sen und P, T und S blei­ben Kom­ple­men­tär. Weil alle Ge­sell­schaf­ter nun un­be­schränkt haf­ten, wird die KG kraft Ge­set­zes zur OHG.

Stirbt ein Kom­ple­men­tär, kön­nen die Er­ben nach § 139 HGB die Ein­räu­mung der Kom­man­di­tistenstel­lung ver­lan­gen. Die an­de­ren Ge­sell­schaf­ter kön­nen die Er­fül­lung ver­wei­gern, wor­auf den Er­ben ein Son­der­kün­di­gungs­recht zu­ste­hen. Ent­schei­den sich die Mit­ge­sell­schaf­ter, den Wunsch zu er­fül­len, muss trotz­dem min­des­tens ein per­sön­lich haf­ten­der Ge­sell­schaf­ter ver­blei­ben. So­weit nie­mand mehr per­sön­lich haf­ten soll, ist die KG auf­zu­lö­sen. Un­ter­neh­men die Ge­sell­schaf­ter nichts, haf­ten alle un­be­schränkt und per­sön­lich - denn die Ge­sell­schaft wan­delt sich kraft Ge­set­zes in eine OHG um.

A ist ein­zi­ger Kom­ple­men­tär der Y-KG. Als er aus der KG aus­schei­det, füh­ren die üb­ri­gen Ge­sell­schaf­ter (ur­sprüng­li­che Kom­man­di­tisten) die Ge­sell­schaft fort. Die KG wird da­durch wie­derum kraft Ge­set­zes zur OHG, so­dass alle Ge­sell­schaf­ter un­be­schränkt haf­ten.

Fal­len alle Kom­man­di­tisten ODER alle Kom­ple­men­täre weg und wird die Ge­sell­schaft wei­ter ge­führt, ent­steht eine OHG.

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