5. Wel­che Un­ter­schiede ha­ben Ge­sell­schaf­ten und Bruch­teils­ge­mein­schaft?

a. Kon­troll­fra­ge: Ab­gren­zung Ge­sell­schaft - Ge­mein­schaft

Selbst­kon­trol­l­auf­ga­be:

Han­delt es sich um eine Ge­sell­schaft oder Ge­mein­schaft nach Bruch­tei­len, wenn alle Mit­ar­bei­ter ei­nes Bü­roflurs eine zu glei­chen Tei­len ge­mein­sam er­wor­bene Kaf­fee-Ma­schine nut­zen?
Ant­wort (bitte ankli­cken)

Bei ei­ner ge­mein­schaft­lich er­wor­be­nen und ge­nutz­ten Kaf­fee-Ma­schine stellt sich zur Ab­gren­zung die Frage nach dem Ge­sell­schafts­ver­trag.

Eine Bruch­teils­ge­mein­schaft (§§ 741 ff. BGB) kann hier wie eine ein­zig in Be­tracht zu zie­hende GbR§ 705 ff. BGB) rechts­ge­schäft­lich be­grün­det wor­den sein.

Für die Bruch­teils­ge­mein­schaft spricht nicht nur die ein­ma­lige An­schaf­fung zu glei­chen Tei­len (§ 742 BGB), son­dern auch die Ge­brauchs­be­fug­nis nach § 743 Abs. 2 BGB, die ge­mein­schaft­li­che Ver­wal­tung (§ 744 BGB, § 745 BGB, § 748 BGB) so­wie das Auf­he­bungs­recht (§ 749 BGB) mit der Tei­lung durch Ver­kauf (§ 753 BGB) und die freie Über­trag­bar­keit nur des An­teils (§ 747 S. 1 BGB).

An­de­rer­seits kann auch ein kon­klu­den­ter Ge­sell­schafts­ver­trag gem. § 705 BGB an­ge­nom­men wer­den, wenn man als ge­mein­sa­men Zweck die dau­er­hafte Un­ter­stüt­zung des ge­mein­sa­men Kaf­fee­ge­nus­ses kon­stru­iert. Schwie­rig­kei­ten be­rei­tet je­doch die da­mit wohl not­wen­dig ver­bun­dene An­nahme ei­ner vom Ge­setz ab­wei­chen­den Ve­reinba­rung. Es er­scheint un­pas­send, dass die GbR auf Ge­winn­er­zie­lung ge­rich­tet ist, von ei­nem un­ver­än­der­li­chen Ge­sell­schaf­ter­kreis aus­geht und letzt­lich zur Er­hal­tung der Kaf­fee­ma­schine auch im Not­fall auf § 744 Abs. 2 BGB zu­rück­ge­grif­fen wer­den müss­te.

Aber wie wür­den Sie ent­schei­den?

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