C. Wie ist die BGB-Gesellschaft organisiert?
I. Was unterscheidet Innen- und Außenverhältnis?
Schließen sich Personen zu einer Gesellschaft zusammen, ist dieser Zusammenschluss von Rechten und Pflichten zwischen Gesellschaft und Gesellschaftern geprägt. Dieses Binnenverhältnis nennt man Innenverhältnis, weil es die Sphäre der Gesellschaft umfasst.
Treten Gesellschaft und / oder Gesellschafter in Kontakt zu Dritten, also Außenstehenden, werden daraus resultierende Beziehungen unter der Bezeichnung Außenverhältnis zusammengefasst.
Selbstkontrollaufgabe: Warum unterscheidet man systematisch in "Innenverhältnis" und "Außenverhältnis" und wo findet diese Differenzierung ihre Grenzen? |
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Systematische Bedeutung hat die Unterscheidung, weil das Innenverhältnis entsprechend der unterschiedlichen Interessenträger anderen rechtlichen Wertungen unterliegt als das Außenverhältnis. Große Bedeutung erlangt die Unterscheidung im Hinblick auf Handlungen für die Gesellschaft. Handlungen der Gesellschaft erfordern im Innenverhältnis die Geschäftsführungsbefugnis, im Außenverhältnis Vertretungsmacht des Gesellschafters. Grenzen der Unterscheidung finden sich, wo die beiden Sphären unmittelbar verknüpft sind. Ist im Innenverhältnis die Vertretungsmacht beschränkt oder eine Beschlussfassung notwendig, kann dies Auswirkungen auf Rechtsverhältnisse im Außenverhältnis haben. Ist die Gesellschaft im Außenverhältnis zu einer Leistung verpflichtet oder will sie z.B. Kredit aufnehmen, haben Außenstehende Interesse an der Erhaltung des Gesellschaftsvermögens und an der Einlageleistung der Gesellschafter im Innenverhältnis. Ist eine Gesellschaft im Innenverhältnis fehlerhaft, kann sie aus Verkehrsschutzerwägungen im Außenverhältnis als wirksam behandelt werden. |