1. Wel­che Fol­gen hat ein Ge­sell­schaf­ter­wech­sel in der EWIV?

Wie er­folgt ein Ge­sell­schaf­ter­wech­sel in der EWIV?

  • Die Auf­nahme neuer Mit­glie­der (Art. 26 Abs.1) er­for­dert zwin­gend Ein­stim­mig­keit.

  • Je­der Ge­sell­schaf­ter kann seine Be­tei­li­gung ganz oder teil­weise an Mit­ge­sell­schaf­ter oder Dritte ab­tre­ten, wenn die üb­ri­gen Ge­sell­schaf­ter zu­stim­men (Art. 22 EWIV-VO). Die Zu­stim­mung kann be­reits im Ver­trag vor­weg­ge­nom­men wer­den.

  • Die Ge­sell­schaf­ter bzw. ihre Gläu­bi­ger (§ 1 EWIV-AusfG i.V.m. § 135 HGB) ha­ben ein or­dent­li­ches Kün­di­gungs­recht, das zum Aus­schei­den führt. Der Ver­trag kann das Ver­fah­ren kon­kre­ti­sie­ren, sonst ist Ein­stim­mig­keit er­for­der­lich (Art. 27 Abs. 1 S. 1 EWIV-VO) und es gilt eine Frist von sechs Mo­na­ten vor Ende des Ge­schäfts­jah­res (§ 1 EWIV-AusfG i.V.m. § 132 HGB).

  • Er­gän­zend be­steht die Mög­lich­keit zur Kün­di­gung aus wich­ti­gem Grund (Art. 27 Abs. 1 S. 2 EWIV-VO).

  • Ein Aus­schluss ist im­mer durch ge­richt­li­che Ent­schei­dung auf ge­mein­sa­men An­trag der Mehr­heit der Mit­glie­der mög­lich (Art. 27 Abs. 2 EWIV-VO). Er­for­der­lich ist eine grobe Pf­licht­ver­let­zung, die Ver­ur­sa­chung schwe­rer Stö­run­gen oder die Ge­fahr von Stö­run­gen. Der Ver­trag kann wei­tere Aus­schluss­gründe und das Ver­fah­ren re­geln.

  • Auch der Tod bzw. die Been­di­gung füh­ren grds. zum Aus­schluss (Art. 28 Abs. 1). Die Ge­sell­schaf­ter­stel­lung ist nur ver­erb­lich, wenn die Mit­ge­sell­schaf­ter zu­stim­men oder der Ver­trag dies be­stimmt (Art. 28 Abs. 2 EWIV-VO).

  • Schließ­lich schei­den Ge­sell­schaf­ter aus, wenn sie ihre Mit­glieds­fä­hig­keit ver­lie­ren (Art. 28 Abs. 1 EWIV-VO).

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