B. 2. Ab­schnitt: Die Eu­ro­päi­sche Wirt­schaft­li­che In­ter­es­sen­ver­ei­ni­gung (EWIV)

IV. Wer kann Ge­sell­schaf­ter der EWIV sein?

Die EWIV muss zwei oder mehr Mit­glie­der ha­ben (Art. 4 Abs. 2 EWIV-VO). Min­des­tens zwei die­ser Mit­glie­der müs­sen in un­ter­schied­li­chen Mit­glied­staa­ten ihre Haupt­tä­tig­keit bzw. ihre Haupt­ver­wal­tung ha­ben. Nicht mög­lich ist die Ein­be­zie­hung ei­nes Mit­glieds aus ei­nem Nicht­mit­glieds­staat.

Mit­glie­der ei­ner EWIV kön­nen sein (Art. 4 Abs. 1 EWIV-VO):

    1. Na­tür­li­che Per­so­nen, die be­lie­bige Dienst­leis­tun­gen in der EG er­brin­gen.

    2. Ge­sell­schaf­ten im wei­te­ren Sinne (Art. 58 Abs. 2 EGV), d.h. so­wohl Kör­per­schaften als auch Per­so­nen­ge­sell­schaften.

    3. An­dere ju­ris­ti­sche Ein­hei­ten des öf­fent­li­chen oder des Pri­vat­rechts, die nach dem Recht ei­nes Mit­glieds­staats ge­grün­det wor­den sind, den Sitz oder die Haupt­ver­wal­tung in der EG ha­ben und eine wirt­schaft­li­che Tä­tig­keit aus­üben (Art. 3 Abs. 1 EWIV-VO).

Die Be­stel­lung von Si­cher­hei­ten an EWIV-An­tei­len er­for­dert die ein­stim­mige Zu­stim­mung al­ler Mit­glie­der, wenn der Ver­trag nichts an­de­res be­stimmt (Art. 22 Abs. 1 EWIV-VO). Durch die Be­stel­lung ei­ner Si­cher­heit darf kein Mit­glie­der­wech­sel ein­tre­ten (Art. 22 Abs. 2 EWIV-VO). Da­her ist die Ver­pfän­dung (§ 1273 ff. BGB) zu­läs­sig, nicht aber die Si­che­rungs­ab­tre­tung.

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