II. Wie kön­nen die Ge­sell­schaf­ter der GbR wech­seln?

4. Wel­che Fol­gen hat der Tod ei­nes Ge­sell­schaf­ters?

Grund­sätz­lich führt der Tod ei­nes Ge­sell­schaf­ters zur Auf­lö­sung der Ge­sell­schaft (§ 727 Abs. 1 BGB), je­doch kann der Ge­sell­schafts­ver­trag be­stim­men, dass die Ge­sell­schaft ent­we­der un­ter den üb­ri­gen Ge­sell­schaf­tern oder mit den Er­ben des Ver­stor­be­nen oder mit Drit­ten fort­ge­setzt wird:

  • Be­steht eine Fort­set­zungs­klau­sel wird die Ge­sell­schaft nach dem Tod ei­nes Ge­sell­schaf­ters un­ter den üb­ri­gen Ge­sell­schaf­tern fort­ge­setzt, § 736 BGB. Die Er­ben ha­ben einen (aus­schließ­ba­ren) Ab­fin­dungsan­spruch gem. § 738 BGB, um­strit­ten bleibt die An­wen­dung von § 2301 BGB.

  • Wei­ter­hin kann die Nach­folge ei­nes Ver­stor­be­nen in der Ge­sell­schaft durch die Er­ben er­mög­licht wer­den (sog. Nach­fol­ge­klau­sel). Die Er­ben wer­den dann an­stelle der Er­ben­ge­mein­schaft un­mit­tel­bar Ge­sell­schaf­ter (Son­de­rerb­fol­ge).

      • Im Rah­men qua­li­fi­zier­ter Nach­fol­ge­klau­seln sol­len nur ei­ner oder ei­ni­ge, aber nicht alle Er­ben in die Ge­sell­schaf­ter­stel­lung ein­tre­ten. Für den/­die nach­fol­ge­be­rech­tig­ten Er­ben kann sich eine Aus­gleichs­pflicht er­ge­ben.

  • Schließ­lich kann ver­ein­bart wer­den, dass je­mand un­ab­hän­gig von ei­ner even­tu­el­len Er­ben­stel­lung als Drit­ter ein Recht zum Ein­tritt in die Ge­sell­schaft er­hält (Ein­tritts­klau­sel). Diese Ab­spra­che ist ein Ver­trag zu­guns­ten Drit­ter iSv § 328 Abs. 1 BGB. Der Dritte muss je­doch den Er­ben in der Re­gel eine Ab­fin­dung zah­len.

Stirbt M als Ge­sell­schaf­ter der A-GbR, so ist die A-GbR grund­sätz­lich auf­zu­lö­sen. Et­was an­de­res kann sich le­dig­lich aus dem Ge­sell­schafts­ver­trag er­ge­ben!

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