I. Wie läuft eine GmbH-Neu­grün­dung ab?

5. Was prüft das Re­gis­ter­ge­richt?

Die Prü­fungs­dichte des Re­gis­ter­ge­richts ist nach § 9c Abs. 2 Gm­bHG ein­ge­schränkt, um eine zeit­nahe Er­rei­chung des Haf­tungs­aus­schlus­ses (§ 13 Abs. 2 Gm­bHG) zu er­mög­li­chen. An­de­rer­seits soll der Markt vor un­se­riös eta­blier­ten Rechts­trä­gern ge­schützt wer­den. Ge­prüft wer­den da­her:

  • For­mell: Ört­li­che Zu­stän­dig­keit (§ 4a Gm­bHG, § 7 Abs. 1 Gm­bHG), Be­tei­li­gung sämt­li­cher Ge­schäfts­füh­rer (§ 78 Gm­bHG), elek­tro­ni­sche Ein­rei­chung in öf­fent­lich be­glau­big­ter Form (§ 12 HGB), voll­stän­dige Un­ter­lagen nach § 8 Gm­bHG

  • Ma­te­ri­ell:

    • un­ein­ge­schränkt: Ver­trags­schluss (Rechts-/Ge­schäfts­fä­hig­keit bzw. Ver­tre­tung; no­ta­ri­elle Beur­kun­dung von Ver­trag/Grün­dungs­pro­to­koll, § 2 Gm­bHG)

    • ein­ge­schränkt:

Nicht Ge­gen­stand der Prü­fung ist die wirt­schaft­li­che Zweck­mä­ßig­keit (insb. Er­folgschan­cen, Ka­pi­tal­aus­stat­tung).

Fal­len dem mit der Prü­fung be­fass­ten Rich­ter Un­re­gel­mä­ßig­kei­ten auf, hat er diese von Amts we­gen wei­ter auf­zu­klä­ren, § 26 FamFG. Kommt er zu dem Er­geb­nis, dass die Ein­tra­gungs­vor­aus­set­zun­gen nicht vor­lie­gen, lehnt er den An­trag ab, § 9c Abs. 1 Gm­bHG.

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