A. Wel­che Grund­lagen hat die OHG?

III. Wel­che Be­son­der­hei­ten gibt es bei Ver­mö­gen und Rechts­fä­hig­keit?

Das Ver­mö­gen der OHG ist wie das­je­nige ei­ner GbR Ge­samt­handsver­mö­gen (§ 718 BGB, § 719 BGB):

  • Es wird nicht den Ge­sell­schaf­tern, son­dern der Ge­sell­schaft zu­ge­ord­net, § 105 Abs. 3 HGB i.V.m. §§ 718 ff. BGB.

  • Die­ses Ge­sell­schafts­ver­mö­gen ist strikt vom Ver­mö­gen der Ge­sell­schaf­ter zu un­ter­schei­den.
  • Die Ge­sell­schaf­ter kön­nen we­der über ein­zelne Ge­gen­stän­de, noch über ih­ren An­teil am Ver­mö­gen ver­fü­gen, son­dern al­len­falls über die Ge­sell­schaf­ter­stel­lung als sol­che, § 105 Abs. 3 HGB i.V.m. § 719 Abs. 1 BGB.

  • Die Ver­fü­gungs­be­fug­nis ent­spricht der Ver­tre­tungsmacht (§ 125 Abs. 1 HGB), die Ver­wal­tungs­be­fug­nis der Ge­schäfts­füh­rung (§ 114 HGB).

An­ders als die GbR ist die OHG nach § 124 Abs. 1 HGB be­reits von Ge­set­zes­we­gen rechts­fä­hig.

  • Die OHG hat die Fä­hig­keit, un­ter ih­rer Firma Rechte zu er­wer­ben und Ver­bind­lich­kei­ten ein­zu­ge­hen. Sie kann Be­sit­ze­rin sein, Ei­gen­tum und an­dere ding­li­che Rechte er­wer­ben, so­wie vor Ge­richt kla­gen und ver­klagt wer­den (Par­tei­fä­hig­keit).

  • Sie ist grund­buch­fä­hig, ein­ge­tra­gen wird die Firma. Sie kann Ge­sell­schaf­te­rin an­de­rer Ge­sell­schaf­ten sein. Sie ist wech­sel- und scheck­fä­hig, in­solvenz­fä­hig (§ 11 Abs. 2 Nr. 1 InsO) und kann Er­bin sein.

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