III. Wie ist die Haf­tung in der OHG ge­re­gelt?

2. Wel­che Ein­wen­dun­gen und Ein­re­den ste­hen dem Ge­sell­schaf­ter zu?

Der Ge­sell­schaf­ter kann ver­schie­dene Ein­wen­dun­gen und Ein­re­den gel­tend ma­chen:

  • Zu­nächst ste­hen ihm na­tür­lich die in sei­ner Per­son be­grün­de­ten Ein­re­den und Ein­wen­dun­gen ge­gen­über dem Gläu­bi­ger zu (§ 128 S. 2 HGB).

Auf­rech­nung mit pri­va­ter For­de­rung, per­sön­lich zu­ge­sagte Stun­dung, Haf­tungs­be­gren­zung nach § 160 HGB

  • Da­ne­ben ste­hen dem Ge­sell­schaf­ter die Ein­wen­dun­gen und Ein­re­den der Ge­sell­schaft zu (§ 129 Abs. 1 HGB). Diese kann der Ge­sell­schaf­ter auch dann gel­tend ma­chen, wenn er keine Ver­tre­tungsmacht be­sitzt.

Nich­tig­keit des Ver­tra­ges, Ver­jäh­rung der For­de­rung ge­gen­über der OHG, Stun­dung, Er­fül­lung

  • Ste­hen der Ge­sell­schaft Ge­stal­tungs­rechte (An­fecht­bar­keit, Kün­di­gung, Rück­tritt) zu, kann der Ge­sell­schaf­ter die Be­frie­di­gung des Gläu­bi­gers ver­wei­gern. Al­ler­dings kann er die­ses Ge­stal­tungs­recht nicht selbst aus­üben, so­weit ihm keine Ver­tre­tungsmacht zu­kommt (§ 129 Abs. 2, Abs. 3 HGB).
  • Wenn der die OHG ver­tre­tende Ge­sell­schaf­ter zu­sam­men mit dem Drit­ten kol­lu­siv zu­sam­men­wirkt, dann kann ein an­de­rer Ge­sell­schaf­ter da­durch ent­fal­lene Rechte wei­ter gel­tend ma­chen.

Die Haf­tung des OHG-Ge­sell­schaf­ters darf auch nach Aus­schei­den aus der Ge­sell­schaft nicht ver­ges­sen wer­den, vgl. § 160 HGB.

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