IV. Wer kann Ge­sell­schaf­ter ei­ner Part­ner­schaft wer­den?

1. Wann und in wel­chem Um­fang haf­ten die Part­ner?

Für Ver­bind­lich­kei­ten der Part­ner­schaft haf­ten die Part­ner mit ih­rem Pri­vat­ver­mö­gen ge­samt­schuld­ne­risch (§ 8 Abs. 1 S. 1 Par­tGG) nach dem Mus­ter der OHG ne­ben dem Ge­sell­schafts­ver­mö­gen (§ 7 Abs. 2 i.V.m. § 124 HGB). Gläu­bi­ger kön­nen da­her un­mit­tel­bar ge­gen die Part­ner vor­ge­hen und müs­sen sich nicht zu­nächst an die Ge­sell­schaft hal­ten. Den Part­nern ste­hen alle Ein­re­den und Ein­wen­dun­gen der Part­ner­schaft ge­gen­über dem Gläu­bi­ger zu (§ 8 Abs. 1 S. 2 i.V.m. § 129 HGB). Es be­steht die Mög­lich­keit ei­ner Haf­tungs­be­schrän­kung:

  • Nach § 8 Abs. 2 Par­tGG haf­ten für be­ruf­li­che Feh­ler nur die tat­säch­lich mit dem Auf­trag be­fass­ten Part­ner. Ne­ben der Ge­sell­schaft haf­tet in die­sem Fall nur noch ein Teil (min. ei­ner) der Ge­sell­schaf­ter. Dies gilt je­doch nicht für Bei­träge von un­ter­ge­ord­ne­ter Be­deu­tung.

  • Nach § 8 Abs. 3 Par­tGG kann die Haf­tung durch Ge­setz auf einen Höchst­be­trag be­schränkt wer­den, so­weit zu­gleich eine Pf­licht zum Ab­schluss ei­ner Be­rufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung für die Part­ner bzw. die Part­ner­schaft be­grün­det wird (vgl. § 51a BRAO).

  • Schließ­lich kann auch eine Haf­tungs­be­schrän­kung durch In­di­vi­dual­ver­ein­ba­rung er­fol­gen.

Neu ein­tre­tende Part­ner haf­ten gem. § 8 Abs. 1 S. 2 Par­tGG i.V.m. § 130 HGB auch für vor ih­rem Ein­tre­ten be­grün­dete Ver­bind­lich­kei­ten. Aus­schei­dende Part­ner haf­ten gem. § 10 Abs. 2 Par­tGG für bis zu ih­rem Aus­schei­den be­grün­dete Alt­ver­bind­lich­kei­ten. Wei­ter­hin gilt die Be­schrän­kung des § 160 HGB ent­spre­chend.

Die Haf­tung der Part­ner ist mit der der Part­ner­schaft ak­zes­so­risch.

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