B. Woran er­kennt man eine "Ge­sell­schaft"?

II. Wel­che Funk­tio­nen hat der ge­mein­same Zweck?

Der ge­mein­same Zweck der Ge­sell­schaf­ter hat ver­schie­dene Funk­tio­nen:

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  • Der ge­mein­same Zweck dient der Ab­gren­zung der Ge­sell­schaft zu an­de­ren Schuld­ver­hält­nis­sen, die nicht durch die Ver­wirk­li­chung gleich­ge­rich­te­ter In­ter­es­sen ge­prägt sind.
  • Der Zweck ist ent­schei­dend für die Wahl der Rechts­form. So ist ein ein­ge­tra­ge­ner Ve­rein nur zu­läs­sig, so­weit der "Zweck nicht auf einen wirt­schaft­li­chen Ge­schäfts­be­trieb ge­rich­tet ist" (§ 21 BGB);

  • Die Per­so­nen­han­dels­ge­sell­schaf­ten (OHG, KG) müs­sen ein Ge­werbe aus­üben (§ 105 HGB, § 161 HGB), nur Frei­be­ruf­ler kön­nen Mit­glied ei­ner Part­ner­schaft wer­den (§ 1 Par­tGG). GbRs und Ka­pi­tal­ge­sell­schaften kön­nen hin­ge­gen für je­den be­lie­bi­gen Zweck ge­grün­det wer­den.

  • Er be­grenzt die Ge­schäfts­füh­rungsbe­fug­nis. Liegt eine Maß­nahme au­ßer­halb des Ge­sell­schafts­zwecks, ist eine Än­de­rung des Ge­sell­schafts­ver­trages er­for­der­lich; wird den­noch ge­han­delt, haf­tet der Be­tref­fende auf Scha­denser­satz.

  • So­weit der Zweck er­reicht wird oder un­mög­lich wird, wird die Ge­sell­schaft auf­ge­löst (§ 726 BGB).

Die Ter­mi­no­lo­gie des Ge­setz­ge­bers ist nicht ein­heit­lich. So be­zeich­net § 3 Gm­bHG den ge­mein­sa­men Zweck als "Un­ter­neh­mens­ge­gen­stan­d".

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