VII. Was sind Realtypen von Kapitalgesellschaften?
2. Und was ist eine Anlegergesellschaft?
Bei der sog. Anlegergesellschaft suchen die oft sehr zahlreichen Gesellschafter in der Regel nur eine Geldanlagemöglichkeit. Sie haben meist nur ein geringes persönliches Interesse an den laufenden Geschäften der Gesellschaft.
Typischerweise lassen sich diese Ziele am einfachsten in der Form der Aktiengesellschaft realisieren.
Jedoch sind auch GmbHs mit großem Gesellschafterkreis vorstellbar, wobei jedoch dem Anteilshandel durch die Formerfordernisse von § 15 Abs. 3, Abs. 4 GmbHG einige Probleme entgegenstehen.
Daneben treten auch Publikumspersonengesellschaften auf, die meist als Kommanditgesellschaften (insb. als GmbH & Co. KG) geführt werden.
Soweit die Anteile der Gesellschaft öffentlich (i.d.R. an der Börse) gehandelt werden, gelten die Sonderregeln des Kapitalmarktrechts, insb. das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG).