C. Wo­nach kann man Rechts­for­men ord­nen?

VII. Was sind Re­al­ty­pen von Ka­pi­tal­ge­sell­schaften?

Man kann Ge­sell­schaf­ten auch grob nach ih­rer Tä­tig­keit ord­nen. Oft lie­gen aber auch Misch­for­men vor, die man nicht ein­deu­tig ei­ner Ka­te­go­rie zu­ord­nen kann.

  • "Nicht­un­ter­neh­me­ri­sche Ge­sell­schaf­ten" neh­men etwa politi­sche oder kul­tu­relle Funk­tio­nen wahr ("i­de­elle Zwecke"). Es han­delt sich i.d.R. um Ve­reine oder BGB-Ge­sell­schaften. Ein Son­der­fall sind so­ge­nannte Ge­le­gen­heits­ge­sell­schaf­ten, die nur kurz­fris­tig für einen be­stimm­ten Zweck ge­grün­det wer­den.

  • "Un­ter­neh­men­s­tra­gende Ge­sell­schaf­ten" ver­fol­gen hin­ge­gen un­mit­tel­bar wirt­schaft­li­che Zwe­cke. Diese las­sen sich wie­derum in zwei Ty­pen un­ter­tei­len:

    • Ei­ner­seits kann es sich um (ka­pi­ta­lis­ti­sche) "An­le­ger­ge­sell­schaf­ten" han­deln. Diese wer­den i.d.R. als AG, ge­le­gent­lich auch als KG or­ga­ni­siert und zeich­nen sich durch Ka­pi­tal­in­ten­si­tät und we­ni­ger durch Ar­beits­in­ten­si­tät aus.

    • An­de­rer­seits gibt es klei­ne­re, (per­so­na­lis­tisch aus­ge­stal­te­te) "Mit­un­ter­neh­mer­ge­sell­schaf­ten". Diese wer­den meist als OHG oder GmbH ge­führt - kön­nen aber na­tür­lich auch als GbR, KG oder AG or­ga­ni­siert sein. Bei die­sen steht mehr die per­sön­li­che Mit­ar­beit im Fo­kus, so­dass es sich um ar­beits­in­ten­sive Ge­sell­schaf­ten han­delt.

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