C. Wo­nach kann man Rechts­for­men ord­nen?

II. Wel­che Un­ter­schiede be­ste­hen be­züg­lich der recht­li­chen Ei­n­ord­nung von Ge­sell­schaf­ten?

Die Un­ter­schei­dung zwi­schen Per­so­nen­ge­sell­schaft und Kör­per­schaft er­streckt sich auch auf die Fra­ge, wie die recht­li­che Ei­gen­stän­dig­keit der je­wei­li­gen Ge­sell­schaft zu be­ur­tei­len ist. Dies hat auch Fol­gen für die Zu­ord­nung des Ver­mö­gens zu der Ge­sell­schaft.

Grds. sind im Ge­sell­schafts­recht fol­gende For­men der Ver­mö­gens­zu­ord­nung denk­bar:

  • In der Re­gel wird das Ver­mö­gen der Ge­sell­schaft zu­ge­ord­net. Dann ist zu dif­fe­ren­zie­ren:

    • Ei­ner­seits kann das Ver­mö­gen nur der Ge­sell­schaft zu­ge­ord­net wer­den. Dies hat zur Fol­ge, dass die Ge­sell­schaft, nicht aber ihre Ge­sell­schaf­ter für Schul­den haf­ten. Man spricht dann von ei­ner "ju­ris­ti­schen Per­son" (ent­spre­chend dem rechts­fä­hi­gen Men­schen als "na­tür­li­cher Per­son").

Ve­rein, Gm­bH, Ak­ti­en­ge­sell­schaft, Kom­man­dit­ge­sell­schaft auf Ak­tien

    • An­de­rer­seits kann das Ge­sell­schafts­ver­mö­gen auch (be­grenzt) durch­läs­sig ge­stal­tet sein. Dann haf­ten auch die Ge­sell­schaf­ter den Gläu­bi­gern un­mit­tel­bar für Schul­den. Man spricht von ei­ner "Ge­samt­hands­ge­sell­schaft".

of­fene Han­dels­ge­sell­schaft, Kom­man­dit­ge­sell­schaft, nach au­ßen auf­tre­tende Ge­sell­schaft bür­ger­li­chen Rechts

  • Aus­nahms­weise wird bei In­nen­ge­sell­schaften das "Ge­sell­schafts­ver­mö­gen" nur dem nach au­ßen auf­tre­ten­den Ge­sell­schaf­ter zu­ge­ord­net. Dazu spä­ter mehr.

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