D. Ge­sell­schafts­recht als Teil des Un­ter­neh­mens­recht

III. Wie sind Ge­sell­schafts­recht und Han­dels­recht mit­ein­an­der ver­knüpft?

Die Ka­pi­tal­ge­sell­schaften sind nach der Aus­ge­stal­tung der Ge­setze (§ 3 Abs. 1 AktG, § 13 Abs. 3 Gm­bHG) - un­ab­hän­gig von dem von ih­nen ver­folg­ten Zweck - Han­dels­ge­sell­schaften im Sinne des § 6 HGB. Per­so­nen­ge­sell­schaften kön­nen nur Han­dels­ge­sell­schaften sein, wenn sie ein Han­dels­ge­werbe aus­üben oder gem. § 105 Abs. 2 HGB im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen sind.

Auf diese Ge­sell­schaf­ten fin­den alle Vor­schrif­ten des HGB, ins­be­son­dere also die­je­ni­gen über Pro­kura, Hand­lungs­voll­macht, Firma, Han­dels­ge­schäfte (§§ 343 ff. HGB), An­wen­dung.

Eine be­son­dere Be­deu­tung ha­ben ge­rade für die un­ter­neh­me­risch tä­ti­gen Ge­sell­schaf­ten die Buch­hal­tungs- und Jah­res­ab­schlussvor­schrif­ten, die im drit­ten Buch des HGB ge­re­gelt sind. Diese Re­ge­lun­gen wer­den je­doch in die­ser Leh­rein­heit bis­her nicht be­han­delt.

Ob­wohl die Per­so­nen­han­dels­ge­sell­schaf­ten (bis 1937 auch die AG) im HGB ge­re­gelt sind, han­delt es sich beim Ge­sell­schafts­recht um ein selbst­stän­di­ges Rechts­ge­biet ne­ben dem Han­dels­recht. Gerade die Ge­mein­sam­kei­ten der Han­dels­ge­sell­schaften mit den (auch nicht un­ter­neh­men­s­tra­gen­den) Ge­sell­schaf­ten spre­chen für diese Sys­te­ma­tik.

Wäh­rend das Ge­sell­schafts­recht vor al­lem die in­nere Or­ga­ni­sa­tion der Un­ter­neh­men (als Un­ter­neh­mens­trä­ger­recht) re­gelt, be­trifft das Han­dels­recht das Auf­tre­ten des Un­ter­neh­mens nach au­ßen.

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