D. Was muss man be­züg­lich der Mit­glie­der be­ach­ten?

II. Wel­che Rechte und Pf­lich­ten hat das Ve­reinsmit­glied?

Die Rechte und Pf­lich­ten des Ve­reinsmit­glieds er­ge­ben sich ins­be­son­dere aus der Sat­zung.

Die Rechte las­sen sich ein­tei­len in

  • Ver­wal­tungs­rechte wie das Stimm- und Teil­nah­me­recht in der Mit­glie­der­ver­samm­lung, so­wie das ak­tive und pas­sive Wahl­recht zu Äm­tern des Ve­reins und

  • Ver­mö­gens­rechte. Dies sind der An­teil am Ve­reinsver­mö­gen in Form von Aus­zah­lun­gen oder dem An­teil am Li­qui­da­tionser­lös nach § 45 Abs. 3 BGB und Ge­brauchs­rechte an An­lagen und Ein­rich­tun­gen des Ve­reins, bzw. ein Teil­nah­me­recht an Ver­an­stal­tun­gen.

Es gilt der Gleich­be­hand­lungs­grund­satz. Je­doch kann die Sat­zung ein­zel­nen Mit­glie­dern oder Mit­glie­der­grup­pen Son­der­rechte ver­lei­hen (Mehr­fach­stimm­recht, Vor­stands­sitz, Be­frei­ung von der Bei­trags­pflicht). Diese dür­fen nur mit ih­rer Zu­stim­mung be­ein­träch­tigt wer­den (§ 35 BGB).

Die Pf­lich­ten be­ste­hen aus:

  • der Bei­trags­pflicht, die in der Sat­zung fest­ge­legt sein muss (§ 58 Nr. 2 BGB: "ob und wel­che Bei­trä­ge"). Die kon­krete Aus­ge­stal­tung kann ei­nem Ve­reinsor­gan (Vor­stand, Bei­rat) über­las­sen wer­den.

  • der all­ge­mei­nen Treue­pflicht nach § 242 BGB, wel­che zu loya­lem und ver­eins­freund­li­chem Ver­hal­ten ver­pflich­tet

  • und Ne­ben­pflich­ten wie der Über­nahme von Äm­tern und die Teil­nahme an Ver­an­stal­tun­gen.
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